Mein Weg in die Selbstständigkeit begann nicht mit einer Business-Idee

Sie begann mit einem Satz im Flugzeug

Das war mein Weg in die Selbstständigkeit. Genau den möchte ich dir heute kurz vorstellen.

Vorab: Ich sage nicht, dass er für jeden funktioniert. Und ich sage auch nicht, dass er der Standard sein sollte.


Es war einfach mein Weg. Mein Weg in eine tiefere Berufung. In meine „Seelenmission“. In das, wofür ich hier bin.


Und rückblickend begann dieser Weg nicht mit einer Business-Idee.


Er begann mit einem Gefühl.


Aber von vorne…


Ich war früher in einem normalen 9-5 Job. Ich liebte reisen und verreiste auch gerne. Irgendwann saß ich im Flugzeug, auf dem Weg nach Südspanien für ein Wochenende. Doch es war kein normales Wochenende. Ich war nachdenklicher und emotionaler als sonst. Irgendetwas passte nicht mehr. Etwas fühlte sich nicht mehr stimmig an. Ich hatte eigentlich keinen konkreten Grund, aufgewühlt zu sein. Und trotzdem war da dieses Gefühl, dass etwas in Bewegung war. Dieses Gefühl begleitete mich das ganze Wochenende. Ich begann damals schon tiefer zu reflektieren, ohne, dass ich mir darüber bewusst war.


Auf dem Rückflug holte ich mein Journal heraus. Ich schreibe schon immer viel intuitiv. Gedanken, Gefühle, Dinge, die einfach auftauchen. Und dann schrieb ich diesen Satz: „Bald wirst du deinen Job kündigen.“

Das Seltsame? Ich schrieb es als „du“.


In diesem Moment fühlte es sich an, als würde jemand zu mir sprechen oder als würde dieser Satz einfach durch mich kommen. Später machte ich tiefere Erfahrungen und verstand: Es war mein eigenes höheres Selbst. Aber von dem wusste ich damals noch gar nichts.


Kurz darauf kam die Reorganisation


Ich kam zu Hause an und kehrte in meinen normalen Arbeitsalltag zurück. Alles schien wie beim Alten.

Bis am zweiten Tag nach meinem Urlaub plötzlich ein unerwartetes Meeting in meinen Kalender kam.

Irgendwie wirkte es außergewöhnlich und wie sich herausstellte, war es das auch. Es war die Ankündigung einer unternehmerischen Reorganisation. In diesem Moment ist mir fast die Kinnlade heruntergefallen. Nicht, weil ich damit nicht gerechnet hatte, sondern wegen des Zeitpunkts. Ich war gerade in Südspanien gewesen, innerlich aufgewühlt und mit diesem Gefühl, dass Veränderung ansteht – ohne zu wissen, was eigentlich passieren würde.

Dann hatte ich diesen Satz geschrieben: „Du wirst bald deinen Job kündigen.“ Und kurz darauf diese Ankündigung.


Manche mögen sagen: Zufall. Aber ich als intuitive Person glaube nicht an Zufälle. Der Kosmos ist zu groß für Zufälle.

Für mich war das der Moment, in dem etwas klar wurde: Es ist Zeit für Veränderung.

Nicht, weil ich gehen musste, sondern weil ich spürte, dass manchmal genau dann, wenn sich im Außen etwas reorganisiert, auch der perfekte Zeitpunkt ist, sich innerlich neu zu sortieren.


Die Komfortzone ist viel zu komfortabel

Und genau das ist mir aufgefallen: Wir treffen häufig keine Entscheidung, bis wir dazu gezwungen werden oder bis irgendetwas im Außen passiert. Die Komfortzone ist viel zu komfortabel. Wie oft hatte ich schon mit dem Gedanken gespielt, etwas zu verändern – und fand mich ein Jahr später trotzdem noch genau da? Nicht aus Faulheit, sondern ehr so ein bisschen aus: „Wohin dann mit mir?“


Doch an diesem Tag war für mich innerlich die Entscheidung gefallen. So, als hätte ich innerlich bereits gekündigt, ohne dass ich äußerlich die Unterschrift und das Papier eingereicht hatte.


Eigentlich wollte ich nur einen anderen Job


Mein Plan war zunächst ganz klassisch: Ich suche mir einen anderen Job. Doch irgendwann fiel es mir schwer, einen zu finden, der mir wirklich gefiel und bei dem gleichzeitig die Rahmenbedingungen stimmten. Also begann ich, mich mehr mit mir selbst zu beschäftigen. Mit meiner Innenwelt, meinen Wünschen, mit dem was ich wirklich wollte. Ich stellte mir einen Tag in meinem Traumleben vor. Ich fragte mich, warum ich keinen anderen Job fand, der wirklich mir entsprach.


Und irgendwann flüsterte diese leise Stimme in mir:


„Nenn dich CEO, wenn du magst. Du wirst dich selbstständig machen.“


Ich musste lachen. Ich und CEO? Sprich: Ich und eigenes Unternehmen? Das fiel mir nicht einmal im Traum ein.

Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich nie darüber nachgedacht, mich selbstständig zu machen. Trotzdem begann ich, mit diesem Gedanken zu spielen.


Was mich wirklich daran reizte


Es war gar nicht die Selbstständigkeit selbst, die mich inspirierte und auch nicht der Titel.

Mich inspirierte die Vorstellung, Zeit zu haben für das, was ich brenne. Mehr Flexibilität zu haben, z.B. an unterschiedlichen Orten arbeiten zu können. Meine Kreativität auszuleben. Dinge einfach umzusetzen, ohne dass jede Idee erst durch unzählige Prozesse und Abstimmungen muss. Kurz gesagt: Ich wollte nicht einfach „selbstständig sein“, sondern viel mehr mein Leben anders gestalten. Damals wusste ich noch nicht, wo das hinführen würde. Doch ich vertraute genau dieser Stimme, und dem Satz, den ich zuvor schon im Flugzeug geschrieben hatte.

„Du wirst bald deinen Job kündigen.“


Der Sprung


Heute habe ich tatsächlich den Sprung gewagt. Das, wovon ich einmal geträumt habe, habe ich begonnen zu kreieren.

Und ich bin froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Ich könnte mir heute kaum noch vorstellen, wieder in alten Strukturen zu arbeiten. Aber ich möchte dir nichts vormachen: Ich war niemand, der über Nacht alle Antworten hatte.

Es war ein Prozess. Schritt für Schritt offenbarte sich mir mehr. Aus anfänglicher Verwirrtheit wurde Klarheit, Visionen wurden irgendwann stärker. Und gleichzeitig war ich so stark mit meiner Innenwelt konfrontiert wie selten zuvor.

Genau da habe ich etwas verstanden:


Selbstständigkeit beginnt nicht unbedingt immer mit der großen Idee.


Eine Idee mag helfen, doch der Weg in die Selbstständigkeit oder raus aus einem 9-5 Job beginnt mit dir und vor allem in dir.


Aus welcher Version von dir handelst du?

Wenn ich meinem jüngeren Selbst heute einen Tipp geben könnte, würde ich ihm sagen:

Kümmere dich weniger um das „Wie“. Und auch weniger um das „Was“.

Frag dich stattdessen: Aus welcher Version von mir handle ich gerade? Was würde ich tun, wenn ich mir selbst mehr vertrauen würde? Einfach mal den Sprung wagen. Sich einfach mal etwas trauen. Genau das habe ich gelernt.


Die Intuition kann ein Lebensstil werden


Die Intuition ist für mich heute nicht mehr nur ein gelegentliches Bauchgefühl. Sie kann zu einem Lebensstil werden.

Sie kann dich tagtäglich führen. Ich könnte sie mir heute nicht mehr wegdenken. Und sie kann dir selbst auch den Weg in deinem Business zeigen. Ich weiß, manche Menschen werden jetzt vielleicht die Augen verdrehen und denken:

„Niemals.“ Und das ist vollkommen okay. Nicht jeder muss denselben Stil und dieselbe Lebensweise haben.

Doch ich habe erlebt, wie sich die besten Wege manchmal erst mit dem ersten Schritt offenbaren. Wenn du dieser inneren Stimme vertraust, hinhörst und dich traust, ihr zu folgen.



Wenn ich heute noch einmal starten würde

Wenn ich mich heute noch einmal selbstständig machen würde, würde ich am Anfang viel weniger Zeit mit Business verbringen. Stattdessen würde ich mich holistischer betrachten, z.B. den Lebensstil, Träume, Bedürfnisse, die Innenwelt.

Denn ein intuitives Business beginnt nicht bei der Geschäftsidee.


Es beginnt bei dir.


Und irgendwann merkst du vielleicht: Deine Berufung wird zu deiner Mission. Job und Freizeit sind nicht mehr wirklich getrennt. Das heißt nicht, dass du rund um die Uhr arbeiten musst, sondern vielmehr weil du es nicht mehr als getrennt siehst. Weil das, was du erschaffst, immer mehr zu einem Ausdruck von dir selbst wird.

Und vielleicht ist genau das für dich der Anfang, wenn du auch neugierig geworden bist, oder mit dem Gedanken gespielt hast du kündigen, vom 9-5 Job auszusteigen, aber dich der Gedanke quält: Wohin mit mir?


Manchmal startet der Weg in die Selbstständigkeit nicht mit der perfekten Business-Idee oder dem festen Plan, sondern ein leises Gefühl, eine innere Stimme. Es zählt der Mut, ihr zuzuhören.



10. September 2026

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